🛑 Übergriffigkeiten erkennen
Wenn Hilfe zur Kontrolle wird: Diese Seite hilft dir, typische Muster übergriffigen Verhaltens durch Behörden – insbesondere Jugendämter – zu erkennen und dich zu schützen.
🔍 Was ist übergriffig?
Übergriffigkeit beginnt dort, wo staatliche Hilfe ihre Grenzen überschreitet – durch Vorverurteilung, stereotype Zuschreibungen, emotionale Manipulation oder strukturelle Machtspiele. Sie ist nicht immer laut – oft wirkt sie subtil, aber nachhaltig.
⚠️ Typische Muster
1. Behaupteter Drogenkonsum ohne Beleg
- Vage Hinweise („Sie wirken übermüdet – nehmen Sie Medikamente?“)
- Anonyme Anzeigen ohne Prüfung
- Verdacht wird als Fakt behandelt
- Forderung nach Drogentests ohne konkreten Anlass
Tipp: Nach schriftlicher Grundlage fragen. Keine Tests ohne rechtliche Beratung zustimmen.
2. Einzelne blaue Flecken = Gewalt?
- Schrammen oder Hämatome werden pauschal als Misshandlung gewertet
- Keine medizinische Abklärung oder Kontextanalyse
- Eltern unter Generalverdacht
Tipp: Kinderärztliche Dokumentation einholen. Eigene Beobachtungen schriftlich festhalten.
3. Pathologisierung durch Stereotype
- „Alleinerziehend = überfordert“
- „Psychisch krank = erziehungsunfähig“
- „Unordentliche Wohnung = Kindeswohlgefährdung“
- „Nicht angepasst = auffällig = gefährlich“
Tipp: Vorurteile benennen. Auf individuelle Lebensrealitäten hinweisen.
4. Erziehungsversuche statt Hilfe
- Belehrung statt Beratung
- Hilfe an Bedingungen geknüpft („Nur wenn Sie…“)
- Eltern werden „therapiert“, statt unterstützt
Tipp: Hilfe ist freiwillig (§ 36 SGB VIII). Auf Augenhöhe bestehen.
🧠 Woran du Übergriffigkeit erkennst
- Du fühlst dich klein, beschämt oder bedroht
- Du wirst nicht gefragt, sondern belehrt
- Deine Perspektive wird ignoriert
- Du hast Angst, dich zu wehren
- Du wirst als „Problem“ statt als Mensch gesehen
🛡️ Was du tun kannst
- Gedächtnisprotokoll anfertigen
- Zeugen hinzuziehen
- Schriftliche Begründungen einfordern
- Akteneinsicht beantragen (§ 25 SGB X)
- Ombudsstelle oder Anwalt kontaktieren
- Im Intranet dokumentieren und vernetzen
Unsere Erfahrung
Übergriffigkeiten sind die logische Konsequenz der oft verwendeten Machtmethoden. Tatsächlich können wir pro Fall oft mehrfach Übergriffigkeiten dokumentieren. Besonders gravierende Fälle zeigen das aus reiner Oberflächlichkeit die heftigsten Übergriffe folgen. In einem Fall den wir derzeit analysieren hat Wanddeko zu Polizeieinsätzen, Kriminalisierung und Diskreditierung und anschließend zum Obsorgeentzug geführt. Eine Fahne mit Totenkopf wurde zur Kindeswohlgefährdung und die Selbstgebaute Replika von mittelalterlichen Rüstungen und Waffen welche an die Wand geschraubt waren als Argument benutzt der Vater wäre gewaltbereit und gefährlich. Auffällig oft dokumentieren wir das solche Dekoration im Mittelalter, Goth oder Metal – Style automatisch zu einem Gewalttäter-Profil in den Akten führen. Daher ist hier auch ein hohes Maß an Diskriminierung vorhanden und geht nahtlos zum Thema Pathologisierung und Psychologisierung über.