💔 Institutionelle Traumatisierung von Kindern & Eltern
Wenn das Hilfesystem selbst zur Quelle von Leid wird: Diese Seite zeigt, wie Behördenentscheidungen und institutionelle Abläufe Kinder und Eltern psychisch verletzen können – und was du tun kannst.
🔍 Was ist institutionelle Traumatisierung?
Institutionelle Traumatisierung entsteht, wenn Menschen durch das Verhalten, die Strukturen oder Entscheidungen von Behörden psychisch verletzt werden. Besonders betroffen sind Familien, die mit Jugendämtern, Gerichten oder Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zu tun haben.
⚠️ Typische Auslöser
- Plötzliche Inobhutnahme ohne Vorbereitung oder Erklärung
- Trennung von Geschwistern oder Bezugspersonen
- Entscheidungen ohne Beteiligung oder Anhörung
- Abwertung, Misstrauen oder Entmündigung durch Fachkräfte
- Fremdunterbringung in belastenden oder instabilen Einrichtungen
- Ignorieren von Bindungen, Bedürfnissen und Traumafolgen
🧠 Wirkung auf Kinder
- Bindungsstörungen, Angst, Rückzug oder Aggression
- Verlust von Vertrauen in Erwachsene
- Schuldgefühle und Loyalitätskonflikte
- Traumatische Erinnerungen an Trennung und Machtlosigkeit
🧠 Wirkung auf Eltern
- Gefühl von Ohnmacht, Scham und Entwürdigung
- Retraumatisierung bei eigener belastender Vergangenheit
- Angst vor Behörden und Hilfesystemen
- Psychische Belastung bis hin zu Depression oder PTBS
🛡️ Was du tun kannst
- Traumatische Erfahrungen dokumentieren – schriftlich und mit Zeugen
- Akteneinsicht beantragen (§ 25 SGB X) und Gegendarstellungen einreichen
- Traumasensible Beratung oder Therapie in Anspruch nehmen
- Ombudsstelle oder Fachaufsicht einschalten
- Netzwerke und Selbsthilfegruppen nutzen