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Selektives Framing erkennen

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🖼️ Selektives Framing erkennen

Wenn nur ein Teil der Geschichte erzählt wird: Diese Seite hilft dir, selektives Framing in der Jugendhilfe zu erkennen und dich dagegen zu wehren.

🔍 Was ist das?

Selektives Framing bedeutet, dass Informationen gezielt ausgewählt oder ausgelassen werden, um ein bestimmtes Bild zu erzeugen – oft zu Lasten der Betroffenen.
h2>⚠️ Typische Muster – und wie sie sich zeigen

  • 🧩 Einzelfälle werden verallgemeinert:
    Beispiel: Ein Kind kommt mit einem blauen Fleck in die Kita. Ohne Rückfrage wird ein Verdacht auf Kindeswohlgefährdung dokumentiert – obwohl der Fleck vom Toben auf dem Spielplatz stammt.
    → Die Familie wird unter Generalverdacht gestellt, obwohl keine weiteren Hinweise auf Gewalt vorliegen.
  • 🕳️ Wichtiger Kontext fehlt:
    Beispiel: Die Wohnung ist bei einem unangekündigten Hausbesuch unaufgeräumt. Es wird von „verwahrlosten Zuständen“ gesprochen – ohne zu erwähnen, dass die Familie gerade umzieht oder ein krankes Kind betreut.
    → Die Situation wird verzerrt dargestellt, obwohl es nachvollziehbare Gründe gibt.
  • 🧾 Nur Defizite werden dokumentiert:
    Beispiel: In der Akte steht: „Mutter wirkt überfordert, Kind zeigt Auffälligkeiten.“ Nicht erwähnt wird, dass die Mutter sich aktiv um Hilfe bemüht und das Kind Fortschritte macht.
    → Positive Entwicklungen und Ressourcen werden ignoriert.
  • 🗣️ Zitate werden aus dem Zusammenhang gerissen:
    Beispiel: Die Aussage „Ich bin manchmal überfordert“ wird als Beleg für Erziehungsunfähigkeit gewertet – obwohl sie im Kontext einer offenen Reflexion über Stresssituationen fiel.
    → Ehrlichkeit wird gegen die Betroffenen verwendet.
  • 🧮 Fachsprache wird zur Deutungsmacht:
    Beispiel: Es wird von „unzureichender Bindungstoleranz“ gesprochen – ohne zu erklären, was das bedeutet oder wie diese Einschätzung zustande kam.
    → Fachbegriffe verschleiern subjektive Einschätzungen und erschweren Widerspruch.

🧠 Wirkung auf Betroffene

  • Gefühl der Ohnmacht und Ungerechtigkeit
  • Angst, sich zu äußern
  • Verlust von Vertrauen in das System
  • Selbstzweifel und Rückzug

Wir treffen bei unseren Analysen sogut wie immer auf derartige Methoden. Hier scheint sich im Rahmen der Ausbildung bereits die Tendenz festgesetzt zu haben immer auf Worst Case zu übertreiben oder einfach etwas anzudichten das dem Narrativ entspricht. Selektives Framing scheint fester Bestandteil der normalen Arbeitsweise geworden zu sein.

🛡️ Was du tun kannst

  • Akteneinsicht beantragen (§ 25 SGB X)
  • Widerspruch gegen falsche Darstellungen einlegen
  • Eigene Stellungnahme zur Akte geben
  • Zeugenberichte oder ärztliche Einschätzungen beifügen
  • Ombudsstelle kontaktieren

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