Leitfaden: Dem Jugendamt die Deutungshoheit entziehen
Wie du ein belastbares Gerüst der Wahrheit errichtest – und dich gegen einseitige Narrative schützt.
1. Dokumentation als Fundament
- Führe ein Gesprächstagebuch: Datum, Beteiligte, Inhalte, Zitate, Stimmung
- Dokumentiere jede Aussage, jeden Vorwurf, jede Reaktion
- Sichere E-Mails, Briefe, Protokolle, Screenshots – alles zählt
- Halte auch positive Entwicklungen fest – für ein vollständiges Bild
2. Akteneinsicht & Aktenkritik
- Beantrage Akteneinsicht nach § 25 SGB X – schriftlich und mit Frist
- Vergleiche die Akte mit deinen eigenen Protokollen
- Achte auf: einseitige Quellen, fehlende Stellungnahmen, wertende Sprache, Auslassungen
- Verfasse eine sachliche Gegendarstellung mit Belegen
3. Das eigene Narrativ aufbauen
- Erstelle ein „Gerüst der Wahrheit“: chronologisch, belegt, nachvollziehbar
- Füge Stellungnahmen, Zeug:innenberichte, externe Einschätzungen hinzu
- Nutze deine Sprache, deine Perspektive – sachlich, aber bestimmt
4. Sprache der Macht verstehen – und nutzen
- Verwende Begriffe wie: „Verhältnismäßigkeit“, „Kindeswohlprüfung“, „Anhörungsrecht“
- Verweise auf deine Rechte:
- § 36 SGB VIII – Beteiligung an der Hilfeplanung
- § 25 SGB X – Akteneinsicht
- GG Art. 6 – Schutz von Ehe und Familie
- Stelle gezielte Fragen: „Welche gesetzliche Grundlage hat diese Maßnahme?“
5. Allianzen & Öffentlichkeit
- Suche Unterstützung: Ombudsstelle, Anwält:innen, Beratungsstellen
- Nutze Netzwerke & Selbsthilfegruppen
- Dokumentiere strukturelle Missstände – nicht nur persönliche Betroffenheit
- Ziehe Öffentlichkeit in Betracht – mit Bedacht und Schutz