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Verlust der Unschuldsvermutung

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⚖️ Verlust der Unschuldsvermutung

Wenn du dich plötzlich rechtfertigen musst – ohne, dass dir etwas nachgewiesen wurde: Diese Seite zeigt, wie die Unschuldsvermutung im Hilfesystem untergraben wird – und wie du dich schützen kannst.

🔍 Was bedeutet Unschuldsvermutung?

Im Rechtsstaat gilt: Niemand ist schuldig, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist. Doch in der Jugendhilfe erleben viele Eltern das Gegenteil – sie stehen unter Generalverdacht, müssen sich rechtfertigen, obwohl keine Beweise für ein Fehlverhalten vorliegen.

⚠️ Typische Muster

  • Vermutungen oder anonyme Hinweise führen zu massiven Eingriffen
  • Eltern müssen beweisen, dass sie „gut genug“ sind
  • Verdachtsmomente werden als Tatsachen behandelt
  • Eltern werden durch ungerechtfertigte Maßnahmen wie Polizeischutz diskreditiert
  • Verfahrensdritten wird nahegelegt nur mit Polizeischutz Hausbesuche durchzuführen
  • Verfahren starten ohne vorherige Aufklärung oder Anhörung
  • „Kindeswohlgefährdung“ wird behauptet – ohne objektive Grundlage

🧠 Wirkung auf Betroffene

  • Gefühl von Ohnmacht und Misstrauen
  • Angst vor jedem Fehler oder Missverständnis
  • Verlust von Vertrauen in das Hilfesystem
  • Rückzug oder Überanpassung aus Angst vor Sanktionen

🛡️ Was du tun kannst

  • Frage nach konkreten Belegen für Vorwürfe oder Einschätzungen
  • Verlange Akteneinsicht (§ 25 SGB X) und prüfe die Darstellung
  • Verfasse eine Gegendarstellung oder Stellungnahme
  • Ziehe rechtliche Beratung oder eine Ombudsstelle hinzu
  • Dokumentiere jede Maßnahme, jeden Vorwurf, jede Reaktion

📚 Weiterführende Informationen

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