đź§ Psychologisierung als Machtmittel
Wenn Kritik, Emotionen oder Lebensweisen als psychische Probleme gedeutet werden: Diese Seite zeigt, wie psychologische Zuschreibungen zur Kontrolle genutzt werden – und wie du dich schützen kannst.
🔍 Was ist Psychologisierung?
Psychologisierung bedeutet, dass Verhalten, Meinungen oder Lebensumstände nicht als Ausdruck von Persönlichkeit oder Lebensrealität verstanden werden – sondern als Anzeichen für psychische Störungen. In der Jugendhilfe kann das zur Entwertung, Pathologisierung und Kontrolle führen.
⚠️ Typische Muster
- „Sie wirken sehr emotional – das ist auffällig.“
- Kritik wird als „fehlende Reflexionsfähigkeit“ oder „Abwehrmechanismus“ gedeutet
- Therapie wird zur Voraussetzung fĂĽr Hilfe oder Umgang
- Psychologische Gutachten ohne Zustimmung oder auf fragwĂĽrdiger Grundlage
- Diagnosen werden vermutet, obwohl keine ärztliche Einschätzung vorliegt
đź§ Wirkung auf Betroffene
- GefĂĽhl, nicht ernst genommen zu werden
- Angst, sich zu äußern oder Gefühle zu zeigen
- Stigmatisierung und Scham
- Verlust von Selbstwirksamkeit und Vertrauen
🛡️ Was du tun kannst
- Frage nach der fachlichen Grundlage für psychologische Einschätzungen
- Verlange Transparenz bei Gutachten und Diagnosen
- Hole dir unabhängige psychologische oder juristische Beratung
- Dokumentiere Aussagen und Bewertungen
- Widersprich schriftlich bei unzutreffenden Zuschreibungen