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Reformradar – Politik, Kosten & Positionen zur Inobhutnahme

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Reformradar – Politik, Kosten & Positionen zur Inobhutnahme

Inobhutnahmen sind ein hochsensibles Thema – rechtlich, menschlich und finanziell. Doch wie steht die Politik dazu? Welche Reformen sind geplant? Und wer spricht über die gewaltigen Kosten? Diese Seite gibt dir einen Überblick über aktuelle Entwicklungen, Parteipositionen und fachpolitische Impulse.

Aktuelle Gesetzeslage

  • Inobhutnahmen sind im SGB VIII §42 geregelt – zulässig nur bei akuter Kindeswohlgefährdung.
  • Es gibt keine gesetzliche Pflicht zur Evaluation von Fehlentscheidungen oder Rückführungen.
  • Die Kosten für stationäre Unterbringung werden nicht systematisch erfasst oder öffentlich bilanziert.

Fachpolitische Impulse

  • Die IGfH-Fachgruppe Inobhutnahme veranstaltet 2025 eine Bundestagung: „Kinderschutz zwischen Rechtsanspruch, Wunsch und Wirklichkeit“.
  • Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag 2025 zeigt Studien zu Schutzkonzepten und Kostenexplosion.
  • Fachverbände fordern: Rückführungsstatistik, Fehlerkultur, Ombudsstellen mit echter Durchsetzungskraft.

Wer spricht über die Kosten?

  • Laut MDR kostet eine stationäre Unterbringung bis zu 15.000 € pro Kind und Monat.
  • Bei über 70.000 Inobhutnahmen jährlich entstehen Milliardenkosten – oft ohne nachhaltige Wirkung.
  • Fachverbände thematisieren die Kosten – Parteien bislang kaum.

Parteipositionen zur Inobhutnahme (Stand 2025)

Partei Haltung zur Inobhutnahme Thematisierung der Kosten Reformvorschläge
SPD Fokus auf Prävention & Familienhilfe Vereinzelt thematisiert Stärkung der Jugendhilfe, keine spezifische ION-Reform
CDU/CSU Betonung staatlicher Schutzpflichten Kaum thematisiert Mehr Kontrolle bei Kindeswohlgefährdung
Grüne Kinderrechte & Beteiligung, Kritik an Fremdunterbringung Kosten als Folge mangelnder Prävention Ombudsstellen & Fehlerkultur
FDP Individuelle Rechte, Kritik an Bürokratie Punktuell angesprochen Transparenz & Evaluation
Linke Kritik an struktureller Gewalt & Machtmissbrauch Kosten als Ausdruck systemischer Fehlsteuerung Unabhängige Kontrolle & Rückführungsmonitoring
AfD Kritik an Jugendämtern; fordert strengere Kontrolle & Überprüfung von Inobhutnahmen Thematisiert stark, inkl. Forderung nach Transparenz zu Kosten & Fehlentscheidungen Mehr staatliche Aufsicht, härtere Sanktionen bei Fehlentscheidungen, Fokus auf traditionelle Familie.

Was du tun kannst

  • Schreibe Abgeordneten – fordere Rückführungsstatistik & Fehlerkultur.
  • Unterstütze Petitionen – z. B. für Ombudsstellen mit echter Wirkung.
  • Teile diese Seite – je mehr Menschen Bescheid wissen, desto größer der Druck.

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