Demokratiephysik für die Kinder und Jugendhilfe

GLOSSAR – MODUL 6: ÖFFENTLICHKEIT, MACHT & NARRATIVE

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 Narrativkontrolle:

Die Steuerung der medialen „Raumkrümmung“. Durch Setzen eines Narrativs wird die Masse P als gegeben definiert und eine Überprüfung durch C im öffentlichen Raum unmöglich gemacht.

Framing:

Die physikalische Rahmung eines Objekts. Framing bestimmt, welche physikalischen Eigenschaften (z.B. „Gefährdung“) einem Sachverhalt zugeschrieben werden, was den P-Wert im System künstlich verändert.

Reframing:

Die aktive Verschiebung des Rahmens. Eine Methode, um den P/C-Wert wieder zu kalibrieren, indem man die Macht (P) des Systems durch neue Informationen (C) relativiert.

Gegenöffentlichkeit:

Eine externe C-Instanz. Sie dient dazu, die im Schatten des Systems verborgene Masse P sichtbar zu machen.

Systemkritik:

Die methodische Analyse der P/C-Statik. Sie erkennt Fehlverteilungen in der institutionellen Statik, statt sich im Rauschen der Einzelfall-Emotionen zu verlieren.

Institutionelle Transparenz:

Ein Zustand geringer Reibung für C. Transparenz ist die Bedingung dafür, dass C die Bahn von P überhaupt nachvollziehen kann.

Institutionelle Intransparenz:

Die Schaffung eines Schattenraums, in dem C auf Null gesetzt wird und P ungefiltert wirken kann.

Institutionelle Legitimationskrise:

Ein Zustand, in dem die System-Statik (P \gg C) für die Öffentlichkeit unübersehbar geworden ist. Die Balance H ist so weit gesunken, dass das System den Halt verliert.

Institutionelle Vertrauenserosion:

Die schleichende Abnahme der gesellschaftlichen Akzeptanz für die P/C-Konfiguration der Institution.

Institutionelle Selbststabilisierung:

Ein systemischer Schutzreflex. Die Institution erhöht den Widerstand gegen externe C-Eingriffe durch Erhöhung des internen P-Drucks.

Institutionelle Imagepflege:

Eine Technik zur künstlichen Aufrechterhaltung des H-Wertes in der öffentlichen Wahrnehmung, ohne den tatsächlichen C-Wert zu erhöhen.

Institutionelle Schutzrhetorik:

Sprachliche Dämpfungsglieder, die den Aufprall von C-Kritik auf das Machtzentrum (P) abfedern sollen.

Institutionelle Entlastungsrhetorik:

Die Verschiebung der Masse P weg von der Institution hin zu externen Faktoren, um die eigene P/C-Bilanz künstlich zu schönen.

Institutionelle Verantwortungsdiffusion:

Die Zerstückelung von P, sodass kein klarer Punkt existiert, an dem C angesetzt werden kann.

Institutionelle Normalisierung:

Die Etablierung eines neuen, verzerrten P/C-Verhältnisses als Standard. Machtmissbrauch wird dadurch für die Öffentlichkeit „unsichtbar“.

Institutionelle Pathologisierung:

Eine strategische Verzerrung, bei der die Masse P auf die psychologische Ebene des Betroffenen umgelenkt wird, um die sachliche C-Prüfung (z. B. auf Verfahrensfehler) zu umgehen.

Institutionelle Delegitimierung:

Ein Angriff auf die Sensoren von C. Wenn die Quelle der Information (der Betroffene) diskreditiert wird, fällt das Kontrollsignal aus.

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