GLOSSAR – MODUL 6: ÖFFENTLICHKEIT, MACHT & NARRATIVE
Revision für “GLOSSAR – MODUL 6: ÖFFENTLICHKEIT, MACHT & NARRATIVE” erstellt am 1. Juli 2026, 23:40:34
| Titel | GLOSSAR – MODUL 6: ÖFFENTLICHKEIT, MACHT & NARRATIVE |
|---|---|
| Inhalt | <h2> Narrativkontrolle:</h2>
Die Steuerung der medialen „Raumkrümmung“. Durch Setzen eines Narrativs wird die Masse P als gegeben definiert und eine Überprüfung durch C im öffentlichen Raum unmöglich gemacht.
<h2>Framing:</h2>
Die physikalische Rahmung eines Objekts. Framing bestimmt, welche physikalischen Eigenschaften (z.B. „Gefährdung“) einem Sachverhalt zugeschrieben werden, was den P-Wert im System künstlich verändert.
<h2>Reframing:</h2>
Die aktive Verschiebung des Rahmens. Eine Methode, um den P/C-Wert wieder zu kalibrieren, indem man die Macht (P) des Systems durch neue Informationen (C) relativiert.
<h2>Gegenöffentlichkeit:</h2>
Eine externe C-Instanz. Sie dient dazu, die im Schatten des Systems verborgene Masse P sichtbar zu machen.
<h2>Systemkritik:</h2>
Die methodische Analyse der P/C-Statik. Sie erkennt Fehlverteilungen in der institutionellen Statik, statt sich im Rauschen der Einzelfall-Emotionen zu verlieren.
<h2>Institutionelle Transparenz:</h2>
Ein Zustand geringer Reibung für C. Transparenz ist die Bedingung dafür, dass C die Bahn von P überhaupt nachvollziehen kann.
<h2>Institutionelle Intransparenz:</h2>
Die Schaffung eines Schattenraums, in dem C auf Null gesetzt wird und P ungefiltert wirken kann.
<h2>Institutionelle Legitimationskrise:</h2>
Ein Zustand, in dem die System-Statik (P \gg C) für die Öffentlichkeit unübersehbar geworden ist. Die Balance H ist so weit gesunken, dass das System den Halt verliert.
<h2>Institutionelle Vertrauenserosion:</h2>
Die schleichende Abnahme der gesellschaftlichen Akzeptanz für die P/C-Konfiguration der Institution.
<h2>Institutionelle Selbststabilisierung:</h2>
Ein systemischer Schutzreflex. Die Institution erhöht den Widerstand gegen externe C-Eingriffe durch Erhöhung des internen P-Drucks.
<h2>Institutionelle Imagepflege:</h2>
Eine Technik zur künstlichen Aufrechterhaltung des H-Wertes in der öffentlichen Wahrnehmung, ohne den tatsächlichen C-Wert zu erhöhen.
<h2>Institutionelle Schutzrhetorik:</h2>
Sprachliche Dämpfungsglieder, die den Aufprall von C-Kritik auf das Machtzentrum (P) abfedern sollen.
<h2>Institutionelle Entlastungsrhetorik:</h2>
Die Verschiebung der Masse P weg von der Institution hin zu externen Faktoren, um die eigene P/C-Bilanz künstlich zu schönen.
<h2>Institutionelle Verantwortungsdiffusion:</h2>
Die Zerstückelung von P, sodass kein klarer Punkt existiert, an dem C angesetzt werden kann.
<h2>Institutionelle Normalisierung:</h2>
Die Etablierung eines neuen, verzerrten P/C-Verhältnisses als Standard. Machtmissbrauch wird dadurch für die Öffentlichkeit „unsichtbar“.
<h2>Institutionelle Pathologisierung:</h2>
Eine strategische Verzerrung, bei der die Masse P auf die psychologische Ebene des Betroffenen umgelenkt wird, um die sachliche C-Prüfung (z. B. auf Verfahrensfehler) zu umgehen.
<h2>Institutionelle Delegitimierung:</h2>
Ein Angriff auf die Sensoren von C. Wenn die Quelle der Information (der Betroffene) diskreditiert wird, fällt das Kontrollsignal aus. |
| Auszug |