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Das Große Tiertribunal über das Jugendamt
Revision für “Das Große Tiertribunal über das Jugendamt” erstellt am 3. Dezember 2025, 01:47:42
| Titel | Das Große Tiertribunal über das Jugendamt |
|---|---|
| Inhalt | <h3>🦁 Das Große Tiertribunal über das Jugendamt</h3>
<em>Eine absurde Verhandlung in zehn Akten</em>
<strong>Ort</strong>: Der Hohe Baumsaal des Waldrats, irgendwo zwischen Vernunft und Wahnsinn.
<strong>Anwesend</strong>: Vertreter aller Arten. Thema: „Verhalten der Spezies Homo bureaucraticus, Unterart: Jugendamt.“
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<h3>🪶 Akt I – Die Eröffnung</h3>
<strong>Eule (Vorsitz)</strong>:
„Das Tribunal ist eröffnet. Tagesordnungspunkt: Das Jugendamt. Wer möchte beginnen?“
<strong>Papagei (Pressesprecher):</strong>
„Ich wiederhole: Das Jugendamt handelt stets im Sinne des Kindeswohls. Das Jugendamt handelt stets im Sinne des Kindeswohls. Das Jugendamt—“
<strong>Eule</strong>:
„Danke, Papagei. Wir haben’s verstanden. Wer hat Beobachtungen?“
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<h3>🐘 Akt II – Die Erinnerung</h3>
<strong>Elefant (Gedächtnisprotokollant):</strong>
„Ich erinnere mich an 47 Fälle, in denen das Jugendamt sagte: ‚Wir sind nicht zuständig.‘ Und an 47 Eltern, die danach verschwanden.“
<strong>Fuchs (leise):</strong>
„Vielleicht war das ja die Zuständigkeit.“
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<h3>🐢 Akt III – Die Geschwindigkeit</h3>
<strong>Schildkröte (Verfahrensbeobachterin):</strong>
„Ich habe einen Antrag gestellt. Vor drei Wintern. Er wurde letzte Woche abgelehnt – wegen Fristversäumnis.“
<strong>Eule</strong>:
„Von wem?“
<strong>Schildkröte</strong>:
„Von mir selbst. Ich war zu langsam.“
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<h3>🐺 Akt IV – Die Bindung</h3>
<strong>Wolf (Rudelvertreter):</strong>
„Sie trennen Welpen von ihren Eltern, weil jemand in einem Büro ein Gefühl hatte. Bei uns wäre das ein Revierbruch. Und der wird geahndet.“
<strong>Papagei</strong>:
„Kindeswohl! Kindeswohl!“
<strong>Wolf (knurrt):</strong>
„Sag das noch einmal, und du bist das nächste Protokoll.“
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<h3>🐜 Akt V – Die Struktur</h3>
<strong>Ameise (Systemanalytikerin):</strong>
„Ich habe versucht, das Organigramm zu verstehen. Es ist ein Labyrinth aus Pfeilen, Kästchen und Verantwortungsdiffusion.“
<strong>Fuchs</strong>:
„Also wie ein Bau voller Ausgänge – aber alle führen zurück zum Eingang.“
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<h3>🦍 Akt VI – Die Fachaufsicht</h3>
<strong>Gorilla (Fachaufsicht der Tiere):</strong>
„Ich habe lange beobachtet. Sehr lange. Und dann... habe ich geschwiegen. So wie sie.“
<strong>Eule</strong>:
„Und dein Urteil?“
<strong>Gorilla</strong>:
„Ich schlage vor: Wir beobachten sie zurück. Intensiv. Mit Bananen.“
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<h3>🦢 Akt VII – Das Kindeswohl</h3>
<strong>Schwan (Bindungsbeauftragte):</strong>
„Sie sprechen von Kindeswohl wie von einem Pokal. Aber sie vergessen: Kinder sind keine Trophäen. Sie sind Bindung. Und Bindung lässt sich nicht verwalten.“
<strong>Papagei</strong>:
„Verwaltung! Verwaltung!“
<strong>Wolf (knurrt wieder):</strong>
„Letzte Warnung, Federvieh.“
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<h3>🦊 Akt VIII – Der Trick</h3>
<strong>Fuchs (Verfahrensberater):</strong>
„Ich habe versucht, mit ihnen zu verhandeln. Ich habe mich als Sachverständiger ausgegeben. Sie haben mich eingestellt.“
<strong>Eule</strong>:
„Und?“
<strong>Fuchs</strong>:
„Ich leite jetzt die Fachaufsicht.“
(Stille. Dann kollektives Nicken.)
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<h3>🐄 Akt IX – Die Bilanz</h3>
<strong>Kuh (Systemkritikerin):</strong>
„Sie melken Eltern, füttern Gutachter und lassen das Kalb hungern. Das ist keine Fürsorge. Das ist ein Verwaltungszyklus mit Milchquote.“
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<h3>🦉 Akt X – Das Urteil</h3>
<strong>Eule (nach langem Schweigen):</strong>
„Das Tribunal hat gesprochen. Urteil:
– Das Jugendamt wird unter Naturschutz gestellt – damit es sich nicht weiter vermehrt.
– Entscheidungen dürfen nur noch nach Sonnenuntergang getroffen werden – in Anwesenheit eines Rudels.
– Und alle Formulare werden durch Laub ersetzt. Wer raschelt, hat gewonnen.“
<strong>Papagei</strong>:
„Kindes—“
<strong>Alle Tiere (im Chor):</strong>
„RUHE!“ |
| Auszug |