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GLOSSAR â MODUL 1: SYSTEMPHYSIK & MACHTLOGIK
Revision fĂŒr “GLOSSAR â MODUL 1: SYSTEMPHYSIK & MACHTLOGIK” erstellt am 28. Dezember 2025, 17:48:32
| Titel | GLOSSAR â MODUL 1: SYSTEMPHYSIK & MACHTLOGIK |
|---|---|
| Inhalt | <h1>GLOSSAR â MODUL 1: SYSTEMPHYSIK & MACHTLOGIK</h1>
<h2>1. Demokratiephysik</h2>
<strong>Definition</strong>: Die Analyse der KrÀfte, Strukturen und Dynamiken, die demokratische Systeme formen und verzerren.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Macht wird als physikalische GröĂe verstanden, nicht als moralische.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: Demokratiephysik beschreibt, wie Macht (P) und Kontrolle (C) im System verteilt sind.
<strong>Beispiel</strong>: Wenn ein Jugendamt faktisch unkontrolliert agiert, entsteht ein Machtvakuum â ein physikalischer Zustand, kein moralischer.
<h2>2. Machtprofil</h2>
<strong>Definition</strong>: Die Gesamtheit der verfĂŒgbaren Machtmittel einer Institution oder Person.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Machtprofile sind messbar und vergleichbar.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: Ein hohes P bei niedrigem C erzeugt systemischen Schaden.
<strong>Beispiel</strong>: Ein Gutachter mit Aktenhoheit hat ein extrem hohes Machtprofil.
<h2>3. Kontrollprofil</h2>
<strong>Definition</strong>: Die Summe der Mechanismen, die Macht begrenzen, ĂŒberprĂŒfen oder korrigieren.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Kontrolle ist kein GefĂŒhl, sondern Infrastruktur.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: Je niedriger C, desto höher der Schaden (H).
<strong>Beispiel</strong>: Wenn ein Gericht Gutachten nicht prĂŒft, sinkt C auf nahezu null.
<h2>4. Kontrollverlust</h2>
<strong>Definition</strong>: Zustand, in dem Kontrollmechanismen nicht mehr greifen oder systematisch umgangen werden.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Kontrollverlust ist ein strukturelles PhÀnomen, kein individuelles.
<strong>Bezug zu H = P/C:</strong> Kontrollverlust bedeutet C â 0, also H â â.
<strong>Beispiel</strong>: Wenn Beschwerden im System versanden, liegt Kontrollverlust vor.
<h2>5. Machtasymmetrie</h2>
<strong>Definition</strong>: Ungleichgewicht zwischen den Machtprofilen zweier Akteure.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Asymmetrien erzeugen systemische Verzerrungen.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: Je gröĂer die Asymmetrie, desto höher das Schadpotenzial.
<strong>Beispiel</strong>: Eltern vs. Jugendamt ist eine extreme Machtasymmetrie.
<h2>6. Systemblick</h2>
<strong>Definition</strong>: Die FĂ€higkeit, Muster, Strukturen und Dynamiken ĂŒber EinzelfĂ€lle hinaus zu erkennen.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Systemblick ersetzt Emotionalisierung durch Mustererkennung.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: Systemblick zeigt, wo P und C strukturell falsch verteilt sind.
<strong>Beispiel</strong>: Wiederkehrende Verfahrensverzögerungen sind kein Zufall, sondern Muster.
<h2>7. Verfahrensphysik</h2>
<strong>Definition</strong>: Die KrÀfte, Reibungen und Bewegungen innerhalb eines Verwaltungs- oder Gerichtsverfahrens.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Verfahren folgen physikalischen Mustern, nicht moralischen.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: Reibung entsteht, wenn P und C nicht balanciert sind.
<strong>Beispiel</strong>: Ein Gutachten erzeugt eine massive Kraftverschiebung im Verfahren.
<h2>8. Eskalationsgradient</h2>
<strong>Definition</strong>: Die Geschwindigkeit, mit der ein Verfahren in höhere KomplexitÀt oder Konflikt driftet.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Ein hoher Gradient zeigt strukturelle Fehlsteuerung.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: Je höher P und je niedriger C, desto steiler der Gradient.
<strong>Beispiel</strong>: Wenn jede Beschwerde zu mehr Druck fĂŒhrt, ist der Gradient hoch.
<h2>9. Institutionelle Drift</h2>
<strong>Definition</strong>: Langsame, unbemerkte Abweichung einer Institution von ihrem gesetzlichen Auftrag.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Drift ist ein schleichender Systemfehler.
<strong>Bezug zu H = P/C:</strong> Drift erhöht P ohne entsprechende CâMechanismen.
<strong>Beispiel</strong>: Wenn JugendÀmter faktisch zu Gerichten werden, liegt Drift vor.
<h2>10. Institutionelle TrÀgheit</h2>
<strong>Definition</strong>: Widerstand einer Institution gegen VerÀnderung, Korrektur oder Selbstreflexion.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: TrÀgheit ist ein physikalisches Prinzip, kein moralisches.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: TrÀgheit verhindert Kontrolle (C), Schaden steigt.
<strong>Beispiel</strong>: Beschwerden werden ignoriert, weil âman das schon immer so gemacht hatâ.
<h2>11. Institutionelle Blindzone</h2>
<strong>Definition</strong>: Bereiche, die eine Institution systematisch nicht wahrnimmt oder nicht wahrnehmen will.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Blindzonen sind strukturell, nicht individuell.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: Blindzonen reduzieren C und erhöhen H.
<strong>Beispiel</strong>: Kindeswohl wird nur aktenbasiert bewertet, nicht realitÀtsbasiert.
<h2>12. Strukturelle Gewalt</h2>
<strong>Definition</strong>: Schaden, der durch Systeme entsteht, nicht durch individuelle Absicht.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Gewalt ohne TĂ€ter, aber mit Wirkung.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: Strukturelle Gewalt ist das Ergebnis von P â« C.
<strong>Beispiel</strong>: Falsche Gutachten, die nie korrigiert werden.
<h2>13. Systemstress</h2>
<strong>Definition</strong>: Ăberlastung eines Systems, die zu Fehlentscheidungen fĂŒhrt.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Stress erzeugt Verzerrungen.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: Stress senkt C, P bleibt gleich â H steigt.
<strong>Beispiel</strong>: Ăberlastete Sachbearbeiter treffen riskante Entscheidungen.
<h2>14. Systemresonanz</h2>
<strong>Definition</strong>: VerstÀrkungseffekt, wenn mehrere Fehlstrukturen sich gegenseitig verstÀrken.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: Resonanz ist ein Multiplikator.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: Resonanz erhöht P/C exponentiell.
<strong>Beispiel</strong>: Jugendamt + Gutachter + Gericht â geschlossene Resonanzschleife.
<h2>15. Systemschatten</h2>
<strong>Definition</strong>: Bereiche, in denen Entscheidungen ohne Transparenz oder Kontrolle getroffen werden.
<strong>Systemische Einordnung</strong>: SchattenrÀume sind MachtverstÀrker.
<strong>Bezug zu H = P/C</strong>: Schatten = C â 0.
<strong>Beispiel</strong>: Telefonate zwischen Gutachter und Jugendamt ohne Dokumentation. |
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