Haftungsausschluss / Disclaimer
Die Inhalte dieser Website dienen ausschließlich der Information und der demokratischen Analyse. Sie stellen keine Rechtsberatung dar und können eine individuelle fachanwaltliche Beratung nicht ersetzen.
Alle Bewertungen, Fallanalysen und Werkzeuge basieren auf einer ehrenamtlichen, nicht kommerziellen Tätigkeit. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Nutzung der Inhalte erfolgt auf eigene Verantwortung. Für Entscheidungen, die auf Grundlage dieser Informationen getroffen werden, übernehmen wir keine Haftung.
Bei rechtlichen Fragen oder konkreten Fällen empfehlen wir ausdrücklich die Konsultation einer spezialisierten Rechtsanwältin oder eines spezialisierten Rechtsanwalts.
Warum das System seine Fehler nicht zugeben kann
Revision für “Warum das System seine Fehler nicht zugeben kann” erstellt am 22. Dezember 2025, 15:32:22
| Titel | Warum das System seine Fehler nicht zugeben kann |
|---|---|
| Inhalt | <h1>Warum das System seine Fehler nicht zugeben kann</h1>
Diese Seite beleuchtet die strukturellen, psychologischen und institutionellen Gründe, warum Jugendämter und Fachkräfte ihre Fehlentscheidungen verteidigen – selbst wenn sie nachweislich falsch sind. Es geht um Macht, Selbstschutz und die systemische Unfähigkeit zur Fehlerkultur.
<h2>Lügenkonstrukte als Selbstschutz</h2>
<ul>
<li><strong>Institutionelle Kohärenz</strong>: Ein einmal gesetztes Narrativ („gefährliche Familie“) muss verteidigt werden, um das eigene Handeln zu legitimieren.</li>
<li><strong>Haftungsvermeidung</strong>: Fehler einzugestehen würde bedeuten, sich juristisch angreifbar zu machen – das wird systematisch vermieden.</li>
<li><strong>Reputationsschutz</strong>: Behörden und Fachkräfte schützen ihr Image – auch auf Kosten der Wahrheit.</li>
</ul>
<h2>Psychologische Dissonanzvermeidung</h2>
<ul>
<li>Fachkräfte sehen sich oft als „Kinderschützer:innen“ – Zweifel an der eigenen Einschätzung bedrohen dieses Selbstbild.</li>
<li>Um die kognitive Dissonanz zu vermeiden, wird das eigene Handeln nachträglich gerechtfertigt – auch wenn es auf falschen Annahmen beruhte.</li>
<li>Widerspruch durch Eltern wird als Bestätigung der Gefährlichkeit gewertet („nicht kooperationsbereit“). -> <a href="https://systemsprenger.eimen.net/systemblick/zirkelschluss-methoden-wenn-sich-das-system-selbst-bestaetigt/">Zirkelschluss-Methoden – Wenn sich das System selbst bestätigt</a></li>
</ul>
<h2>Hierarchische Loyalität statt Fehlerkultur</h2>
<ul>
<li>Jugendämter sind hierarchisch organisiert – Kritik nach innen ist selten erwünscht.</li>
<li>Wer Fehler einräumt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch Kolleg:innen und Vorgesetzte.</li>
<li>Das führt zu kollektiver Verteidigung von Fehlentscheidungen – selbst bei offensichtlicher Unrechtmäßigkeit.</li>
</ul>
<h2>Wer darf eigentlich urteilen</h2>
<ul>
<li>Jugendamtsmitarbeitende haben einen gesetzlichen Auftrag (§ 8a SGB VIII) – aber keine bundeseinheitlichen Standards für Qualifikation.</li>
<li>In der Praxis urteilen oft Menschen ohne spezifische Kenntnisse zu Neurodivergenz, Trauma, Diskriminierung.</li>
<li>Es fehlt an verpflichtender Supervision, unabhängiger Qualitätssicherung und wirksamer Fachaufsicht.</li>
</ul>
<h2>Projektion eigener Erziehung</h2>
<ul>
<li>Viele Fachkräfte wurden selbst in autoritären, leistungsorientierten oder normativen Kontexten sozialisiert.</li>
<li>Sie haben gelernt: Anpassung = Sicherheit, Abweichung = Gefahr.</li>
<li>Wer Vielfalt nie gelernt hat auszuhalten, wird sie später pathologisieren – besonders in Machtpositionen.</li>
</ul>
<h2>Folgen für betroffene Familien</h2>
<ul>
<li>Fehlentscheidungen werden nicht korrigiert – sondern verteidigt.</li>
<li>Eltern werden kriminalisiert, pathologisiert, isoliert.</li>
<li>Kinder werden fremduntergebracht – oft ohne echte Gefährdungslage.</li>
<li>Widerspruch wird als „Unkooperativität“ gewertet – nicht als berechtigter Selbstschutz.</li>
</ul>
<h2>Internationale Kritik</h2>
<ul>
<li>Deutschland und Österreich stehen unter Beobachtung internationaler Gremien (UN, EU, Volksanwaltschaft).</li>
<li>Kritisiert werden: fehlende Fehlerkultur, rechtswidrige Eingriffe, mangelnde Transparenz.</li>
<li>Menschenrechtsverletzungen im Kinderschutz sind dokumentiert – aber werden selten politisch aufgearbeitet.</li>
</ul>
<h2>Unsere Forderungen</h2>
<ul>
<li>Einführung einer unabhängigen Fachaufsicht für Jugendämter</li>
<li>Verpflichtende Supervision und Fehlerkultur</li>
<li>Transparente Aktenführung mit Widerspruchsrecht</li>
<li>Einbindung von Betroffenenwissen und neurodivergenten Perspektiven</li>
<li>Rechtsstaatliche Kontrolle statt informeller Macht</li>
</ul>
<h2>Was du tun kannst</h2>
<ul>
<li>Fordere Akteneinsicht – und dokumentiere Zirkelschlüsse</li>
<li>Verweise auf diese Seite in Stellungnahmen und Beschwerden</li>
<li>Teile deine Geschichte – anonym oder öffentlich</li>
<li>Vernetze dich mit anderen Betroffenen</li>
<li>Kontaktiere uns für Unterstützung oder Veröffentlichung</li>
</ul>
<h3>Spannende Systemblicke:</h3>
<a href="https://systemsprenger.eimen.net/systemblick/gruende-fuer-das-ausbleiben-von-handeln-durch-politik-und-justiz/">Gründe für das Ausbleiben von Handeln durch Politik und Justiz</a>
<a href="https://systemsprenger.eimen.net/systemblick/reformradar-politik-kosten-positionen-zur-inobhutnahme/">Reformradar – Politik, Kosten & Positionen zur Inobhutnahme</a>
<a href="https://systemsprenger.eimen.net/systemblick/inobhutnahmen-zahlen-rueckfuehrungen-gesellschaftlicher-schaden/">Inobhutnahmen – Zahlen, Rückführungen & gesellschaftlicher Schaden</a>
<a href="https://systemsprenger.eimen.net/systemblick/werde-ein-systemsprenger/">Werde ein Systemsprenger</a>
|
| Auszug |